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WIEN MMIX / 2009/10
ein spekulatives Gesellschaftsporträt aus 17.352 Einzelbildern, aufgenommen mit Überwachungskameras am Wiener Opernball
section.a: Beratung und Projektmanagement

Der Schweizer Künstler Jules Spinatsch, bekannt geworden durch großformatige Überwachungspanoramen, installierte beim Wiener Opernball 2009 zwei programmierbare Netzwerkkameras. Vom Einlass um 20.32 Uhr bis zum Ende des Balles um 5.10 Uhr drehten sich die Kameras zweimal um ihre Achse und speicherten dabei 17.352 Einzelaufnahmen. Spinatsch fügte diese zu einem Rundpanorama zusammen, das durch die ungewöhnliche Verdichtung von Zeit, Raum und Information besticht. Aus 17.352 chronologisch zusammengesetzten Momentaufnahmen entstand ein spekulatives Repräsentationsporträt der Wiener Gesellschaft: ein vielschichtiger Dialog aus Planung und Zufall.

"Als Rundpanorama im öffentlichen Raum ausgestellt, wird die Wiener Gesellschaft einer demokratischen Kontrolle, gleich einer visuellen Volksbefragung, unterworfen."
Jules Spinatsch über Wien MMIX

Beispielhafte Einzelbilder:

Auftraggeber: Jules Spinatsch
Produktion: Gerald Richter / Richter Solutions
Technik: Reto Diethelm / Redics AG
Grafik: Karin Holzfeind
Ausstellung: Karlsplatz Resselpark, Wien / 30. Juli bis 31. Oktober 2010
Mit freundlicher Unterstützung von KÖR, Kunst im  öffentlichen Raum Wien, der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, der SWISSLOS Kulturförderung (Kanton Graubünden) und karlsplatz.org
© Fotos: Künstler