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LOVE ME SENSOR / 2017/18
ein Performance Parcours im Technischen Museum Wien
section.a: Projektleitung gemeinsam mit Martina Griesser-Stermscheg, TMW

Kann man mit einer Handprothese Händchenhalten? Warum trägt man eine Uhr, die die Körperfunktionen mit der ganzen Welt teilt? Wie weit geht unsere Liebe zu den neuen tragbaren Technologien? Und sind wir vielleicht sogar bereit, mit ihnen zu verschmelzen? Seit Erfindung des Faustkeils erweitern wir unsere körperlichen Fähigkeiten durch Wearables. Sie versprechen die Optimierung unserer körperlichen Leistung durch Tracking Devices und intelligente Materialien oder die Erweiterung der menschlichen Sinne durch High-Tech-Sensoren und Implantate. Sie sind also grundsätzlich optimistische Objekte, weil sie uns ein besseres Leben garantieren. Ob und wie sie diese Behauptungen einhalten, darüber wird im neuen Vermittlungsformat LOVE ME SENSOR im Technischen Museum Wien nachgedacht. Dabei trifft künstlerische Forschung auf performatives Technikerleben an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technik und läßt genügend Raum für Reflexion, Ironie und Dialog über körperliche und geistige Grenzen.

Den Start der Veranstaltungsreihe bildet eine Lecture Performance mit Lars Moritz und David Palme vom Institut für Alltagsforschung. Sie erkunden die Welt der Wearables und drehen live vor Publikum die ersten Szenen ihres wissenschaftlichen Films, der sich irgendwo zwischen Dokumentation und Science-Fiction verortet .Den Anschluß bildet ein zweitägiger Performance Parcours mit neun Beiträgen, die durch das Farblichtsystem von Gerald Moser temporäre Bühnen in ausgewählten Bereichen des Museums erhalten. Die Besucher_innen entscheiden selbst, wie lange sie wo verweilen und welchen Weg sie wählen. Die Künstler_innen Aldo Giannotti, Monsterfrau, Klaus Pichler, eSeL, die Schauspielerin Gisela Salcher und der Medizintechniker Prof. Hubert Egger überraschen sie mit ihren Sichtweisen und unterschiedlichen Zugängen. Das Institut für Alltagsforschung präsentiert seinen nun fertigen wissenschaftlichen Film. Und der Studiengang Fashion & Technology der Kunstuniversität Linz zeigt eine multimediale Modenschau mit un/tragbaren Technologien und experimentiert gemeinsam mit Chicks on Speed im Futurelab.

Monsterfrau, 5 x XYZ - ein Sensorenkostüm

Fashion & Technology, Kunstuniversität Linz, DE/MATERIALIZE - eine Modenschau in 3D

Gameboymusicclub

Institut für Alltagsforschung, Un/tragbare Technologien in Selbst- und Tierversuchen - ein wissenschaftlicher Film

 Prof. Hubert Egger, Besser leben als Cyborg? - ein Selbstversuch

Gisela Salcher, Could it be/bi? - eine Performance

Chicks on Speed und Fashion & Technology, Kunstuniversität Linz gemeinsam mit Choreograph Krõõt Juurak und interface cultures, Theatre of Making - eine Live-Praxis-Forschung

Aldo Giannotti, Untechnical Drawings - Live gezeichnet

 eSeL, Super Technology Kart - Need for Tweet Edition - ein Wettrennen mit un/tragbaren Technologien

Klaus Pichler, This will change your life forever - eine fotografische Inszenierung von Objekten

Attwenger

Chicks on Speed gemeinsam mit interface cultures


Auftraggeber: Technisches Museum Wien mit Österreichischer Mediathek
Lecture Performance über un/tragbare Technologien – Eine Einführung, 22. März 2018
Exklusiver Selbstversuch: Nachts im Museum – optimal schlafen, 24. März 2018
Tierversuche in der Hundezone: Wearables für Vierbeiner, 11.-13. April 2018 in den Hundezonen rund ums Technische Museum Wien
Abenteuerexpedition: Wearables in der Wildnis, 14.-15. April 2018 Nationalpark Gesäuse
von und mit: Lars Moritz und David Palme / Institut für Alltagsforschung

Performance Parcours mit un/tragbaren Technologien, 29. und 30. Mai 2018
mit: Prof. Hubert EggereSeLDE/MATERIALIZE Fashionshow, Fashion & Technology / Kunstuniversität LinzAldo Giannotti, MonsterfrauLars MoritzGerald MoserAlex Murray-Leslie, David PalmeKlaus PichlerGisela Salcher und den Live Music-Acts von AttwengerChicks on Speed und Gameboymusicclub

Mit freundlicher Unterstützung von: shift

©  eSeL.at - Joanna Pianka