STICKERIA IM METZLEINSTALER-HOF / 2020
100 Jahre. 100 Ansichten
section.a: Konzept, Redaktion und Projektleitung gemeinsam mit trafo.K, Büro für Kunstvermittlung und kritische Wissensproduktion
Stickeria ist ein Sticker-Sammelalbum über das Zusammenleben im Gemeindebau – konkret im Metzleinstaler-Hof, der im Jahr 2020 sein hundertjähriges Bestehen feiert.
Das vielstimmige Album widmet sich der Auseinandersetzung mit Formen des Zusammenlebens im sozialen Wohnbau und beleuchtet Vorstellungen von Gemeinschaft und Nachbarschaft. Es stellt Fragen nach dem Recht auf Wohnen und versammelt Bilder, Geschichten und Utopien des Wohnens – viele davon bislang nicht in Büchern zu finden.
Ausgangspunkt dieses Projekts sind die künstlerisch-fotografischen Aufnahmen von Stefan Oláh, die den Metzleinstaler-Hof als Bauwerk mit seinen architektonischen Formen und räumlichen Bezügen dokumentieren. Darauf aufbauend entwickeln wir gemeinsam mit Künstler:innen, Bewohner:innen und Interessierten vor Ort ein vielschichtiges Porträt dieses Wohnraums und seiner bewegten Erzählungen.
Was ursprünglich als Reihe partizipativer Workshops geplant war, setzen wir – den Umständen des Frühjahrs 2020 entsprechend – teils im physischen Raum um, teils im digitalen: Aus Werkstätten werden Open Calls, aus Tauschbörsen Instagram-Stories.
Aus den dabei gesammelten Bildern und dem neu gewonnenen Wissen über den Wiener sozialen Wohnbau, seine Atmosphäre und Geschichten entsteht das Sticker-Sammelalbum, das wir dem Metzleinstaler-Hof, seinen Bewohner:innen und allen, die es haben möchten, schenken. Und jedes dieser Alben ist ein Unikat – denn seine Leser:innen wählen intuitiv, wohin die Sticker geklebt werden
Projektidee: Stefan Oláh
Künstler*innen: Sheri Avraham, Esra Oezmen, Stefan Oláh, rainer/oellinger, Tomash Schoiswohl
Grafik: Christoph Nemetz, zwo Büro für Gestaltung
Lektorat: Simon Nagy, trafo.K, Büro für Kunstvermittlung und kritische Wissensproduktion
Projektpartner*innen: Stadt Wien - Wiener Wohnen, wohnpartner wien, VHS polycollege – Margareten/Wieden, Berufsschule Embelgasse, Bezirksmuseum Margareten, Bezirksvorstehung Margareten
Projektrahmen und -förderung: SHIFT III Basis.Kultur.Wien
© Fotos: Stefan Oláh, trafo.K
14. bis 16. Oktober 2026
Bei den österreichischen Museumstagen in Eisenstadt hält Andreas Krištof am Donnerstag, den 15.10., die ICOM-Keynote „Wie Museen erzählen (können)“. Anhand von zwei Kärntner Ausstellungsbeispielen zeigt er auf, wie Vielstimmigkeit nicht als Ziel, sondern als Ausgangspunkt einer Debatte verstanden werden kann.
Seine Keynote plädiert für gesellschaftliche Verantwortung statt vermeintlicher Neutralität. Museen sollen historische Fakten klar benennen und Räume öffnen, um anderen das Erzählen zu ermöglichen.
Mehr Information hier.
11. Februar bis 08. November 2026
Literatur ist mehr als nur Text. Sie ist ein sozialer Raum, ein Ort der Aushandlung, der Erinnerung und der Imagination. Sie entsteht im Schreiben, entfaltet sich im Lesen und gewinnt ihre gesellschaftliche Relevanz im Teilen, Diskutieren und Erfahren.
Vor diesem Hintergrund kuratieren wir gemeinsam mit dem Fachbeirat des Kulturgremiums ein Schwerpunktjahr, das sich nicht als singuläres Event versteht, sondern als strukturgebender Prozess, der bestehende Praktiken sichtbar macht, vernetzt und nachhaltig stärkt.
Mehr Information hier.
09. Mai bis 22. November 2026
Für den Österreichischen Pavillon führt die Performance-Künstlerin Florentina Holzinger ihre Recherche zum Element Wasser weiter und setzt diese zusammen mit der Kuratorin Nora-Swantje Almes erstmals als Inszenierung im Ausstellungsraum um. Wie stets bei Florentina Holzinger steht ein feministischer Zugang zu den Motiven im Mittelpunkt.
Auch für Venedig erforscht sie verschiedene Modi weiblicher Repräsentation und das Potenzial weiblicher Körperlichkeit, indem sie ständig an deren Erweiterung und der Entdeckung neuer Möglichkeiten arbeitet.
10. und 11. Juli 2026
In diesem Jahr widmen wir uns der Improvisation - als künstlerische Praxis, als Form des Denkens, als Haltung gegenüber Unvorhersehbarem. Improvisation beginnt dort, wo nicht alles festgelegt ist: in der künstlerischen Intuition, in der BEreitschaft zu reagieren, im Vertrauen audf das, was entsteht. Sie öffnet Räume für das Unerwartete.
Am Freitag feiert Uno Stravagante Rituale von Marco Sau Welturaufführung, gefolgt von einem Gespräch rund um Kunst, Religion und Demokratie und einer Mitmach-Improvisation. Am Samstag wird das Gustav-Mahler-Komponierhäuschen mit Carola Dertnigs Symphony in Nylon und Musik von Susanna Gartmayer zur Bühne zeitgenössischer Kunst.
Mehr Infiormation hier.