THE DISSIDENT GODDESSES´ NETWORK / 2019-22
ein interdisziplinäres Forschungsprojekt als Wissenschafter:innen-Künstler:innen-Allianz
section.a: Produktionsleitung, Redaktion und Beratung
„The Dissident Goddesses´ Network“ war ein Forschungsprojekt, das sich, ausgehend von bedeutenden Funden weiblicher Figurinen aus Niederösterreichs Früh- und Urgeschichte, Fragestellungen annimmt, die sich aus heutiger Sicht an diese Figurinen anschließen lassen: Was bedeuten diese Funde? Haben sie einen Effekt auf die Position von Frauen heute? Was hat der Boden zu sagen? Wie hängen Archäologie, Ökonomie und Ökologie zusammen? Mit Hilfe welcher Aufzeichnungssysteme könnte man die Dinge, die das Territorium aussagt, kartographieren? Welche Zukunft kann man entwerfen? Welche Forderungen müsste man erheben?
Mögliche Antworten wurden in einer mehrjährigen wissenschaftlich-künstlerischen Forschungsphase erarbeitet, die in einer Reihe von Vorträgen, Lecture Performances, Workshops und Experimenten der Öffentlichkeit vorgestellt wurden und abschließend in der Ausstellung „Die Erde lesen“ in der Landesgalerie Niederösterreich in Krems eingeflossen sind.
Auftraggeber:in: Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften, Akademie der bildenden Künste Wien in Kooperation mit dem Forum Morgen
Projektbeteiligte Forscher:innen: Walpurga Antl-Weiser, Ute Burkhardt-Bodenwinkler, Caroline Cohen, Ida-Marie Corell, Helena Eribenne, Magdalena Frey, Heide Göttner-Abendroth, Maresa Jung, Mira Klug, Federica Matta, Angela Melitopoulos, Christine Neugebauer-Maresch, Franz Pieler, Ebadur Rahman, Elisabeth von Samsonow, Arantzazu Saratxaga Arregi , Romana Schuler, Maria Stavrinaki und Felicitas Thun-Hohenstein
Grafik: Christian Sageder / VDG Vorsprung durch Gestaltung
Presse: Catharina Cramer und Susanne Haider / art:phalanx. Kultur & Urbanität
Veranstaltungen: Kickoff Krems, 03. bis 05.03.2019; Lecture Blickle Kino Wien, 12.04.2019; Performance Spazio Ridotto Venedig, 08.05.2019; Lecture MAK Wien, 20.06.2019; Symposium MAMUZU Mistelbach, 13. bis 15.09.2019; Ausstellung Kunstraum Retz, 06.10. bis 11.11.2019; Lecture NHM Wien, 07.10.2019; Lecture Akademie der bildenden Künste Wien, 31.01.2020; Ausstellung NHM Wien, 14.05. bis 04.10.2020; Performance Jurte Pulkautal, 15.08.2020, 10. bis 11.10.2020; Workshop Jurte Pulkautal, 12.06. und 10.07.2021; Ausstellung Smolka Contemporary Wien, 21.06. bis 24.07.2021; Performance Jurte Pulkautal, 07.08.2021; Lecture Jurte Pulkautal, 29.08.2021; Screening Jurte Pulkautal, 05.09.2021
Ausstellung „Die Erde lesen“:
Kurator:in: Felicitas Thun-Hohenstein
Künstler:innen: Ida-Marie Corell, Federica Matta, Angela Melitopoulos, Alma Heikkilä, Elisabeth von Samsonow und Romana Schuler
Dauer: 12.03. bis 01.05.2022, Landesgalerie Niederösterreich, Krems
09. Mai – 22. November 2026
Für den Österreichischen Pavillon setzt die Performance-Künstlerin Florentina Holzinger ihre Recherche zum Element Wasser fort und setzt diese zusammen mit der Kuratorin Nora-Swantje Almes erstmals als Inszenierung im Ausstellungsraum um. Wie stets bei Florentina Holzinger steht ein feministischer Zugang zu den Motiven im Mittelpunkt. Auch für Venedig erforscht sie verschiedene Modi weiblicher Repräsentation und das Potenzial weiblicher Körperlichkeit, indem sie ständig an deren Erweiterung und der Entdeckung neuer Möglichkeiten arbeitet.
13. und 14. Juni 2025
Im Mittelpunkt steht die transformative Kraft des Zuhörens. Zuhören ist weit mehr als das passive Aufnehmen von Information - es ist ein aktiver Akt der Empathie, Solidarität und Mitgestaltung. Es eröffnet neue Perspektiven, fördert Wandel und Widerstand und fordert uns heraus, uns auf radikale Weise mit der Welt auseinanderzusetzen.
Wir freuen uns auf das 5. Mahler Forum für Musik und Gesellschaft!
Das vielfältige Programm beginnt mit einem musikalischen Parcours, der in der Uraufführung des an Tinkara Zupan ergangenen Kompositionsauftrags seinen Höhepunkt findet. Das Ensemble des Alma Mahler Musikvereins unter der Leitung von Alja Klemenc ist erneut für die musikalische Umsetzung verantwortlich. Unter dem Titel "Pingpong und Stille" treten Iris Dankemeyer und Martin Mettin in einen Dialog. Da es um gegenseitiges Zuhören geht, kommt das Publikum auch nicht zu kurz und darf sich auf Circle Singing mit Ivan Beaufils freuen. Beim Komponierhäuschen erwartet uns eine künstlerische Intervention von Toni Schmale.
Mehr Infiormation hier
09. Mai – 26. Oktober 2025
Am 8. Mai 1945 kapitulierte die deutsche Wehrmacht. Die militärische Niederlage Nazi-Deutschlands und seiner Verbündeten bedeutete das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa. Mit der Ausstellung im kärnten.museum begeben uns an die Ränder des Erinnerns. Wir fragen: Welche Abgrenzungen und welche Neugründungen des politischen und gesellschaftlichen Lebens, welche Werte, Normen und Ziele wurden gegen den Nazismus am Beginn der Zweiten Republik verfasst? Welche Rolle spielte Vergeltung? Wie agierte die Nachkriegsjustiz? Was brachte die Entnazifizierung? Wer gestaltete die Erinnerungskultur von Museen, Gedenktagen und Gedenkstätten?
Wir vermessen, wie das Erinnern an den Nationalsozialismus bis in die 1990er Jahre an den gesellschaftlichen Rand gedrängt und Täterschaft verhüllt wurde, wie die Nachkriegskarrieren einflussreicher Nationalsozialiste:innen verliefen, wie es dazu kam, dass Verbrecher:innen des Holocaust unangetastet ehrbare Bürger:innen blieben und völkische Wissenschafter:innen weiterhin das Landesmuseum und das Landesarchiv leiteten. HINSCHAUN! POGLEJMO schafft Sichtbarkeit für das gesellschaftlich und politisch Verdrängte, vermeintlich Vergessene der Kärntner Geschichte seit 1938. In den fünf Dimensionen Kriegsführung, Deportation, Auslöschung, Widerstand und Wissenschaft lädt HINSCHAUN! POGLEJMO zu einer Selbsterkundung durch 80 Jahre Kärnten und der Nationalsozialismus/Koroška in nacionalsocializem anhand von Objekten, Fotografien, Karten, Dokumenten, Biografien, Plakaten, Literatur und Kunst ein.
Das kaernten.museum klagenfurt zeigt die Ausstellung als Beitrag zum Schwerpunktjahr „Erinnerungskultur/en 2025“.
Kurator:innen: Peter Pirker gemeinsam mit der section.a
10. Mai – 23. November 2025
Agency for Better Living wurde als Österreichbeitrag der Architektur-Biennale 2025 ausgewählt. Das Kurator:innen-Team Michael Obrist, Sabine Pollak und Lorenzo Romito werden den österreichischen Pavillon bei der 19. Architekturbiennale in Venedig 2025 gestalten. section.a übernimmt wieder die Aufgaben des Biennale-Büros sowei der Projekt- und Produktionsleitung. Wir freuen uns schon sehr auf eine spannde Zeit rund um akute globale Wohnfragen, die als Synthese von Top-down und Bottom-up anhand konkreter Architekturen und Erforschung der jeweiligen Systeme beantwortet werden sollen.
Die Nomminierung gab Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer gemeinsam mit Jurymitglied Claudia Cavallar im Rahmen einer Pressekonferenz am 28. Februar 2024 bekannt.