THE SOUND OF LISTENING – ZUHÖREN ALS POLITISCHE KRAFT / 2025
das fünfte Mahler Forum für Musik und Gesellschaft
section.a: Projektleitung und Co-Kurator:in der künstlerischen Interventionen gemeinsam mit Felicitas Thun-Hohenstein
Unter dem Leitthema The Sound of Listening – Zuhören als politische Kraft widmet sich die Veranstaltung einer Frage von hoher gesellschaftlicher Relevanz: Wie kann aktives Zuhören Brücken bauen in einer zunehmend polarisierten Welt? In Zeiten, in denen politische Debatten oft zu Spaltung und Unversöhnlichkeit führen, erkundet sie das Potenzial einer Kultur des bewussten Zuhörens neu.
Musik, künstlerische Interventionen, offene Gespräche und interaktive Formate laden die Besucher:innen ein, aufmerksam hinzuhören und so Räume für Verständigung, Versöhnung und Kooperation zu öffnen. Das Gustav Mahler Komponierhäuschen wird zu einem Ort, an dem Mathematik, Skulptur, Geschichte und Gegenwart sowie Mensch und Nicht-Mensch in ein offenes Feld des Hörens treten.
Aktives Zuhören zeigt sich als dynamischer, mutiger Gestaltungsakt: Es fordert heraus, sich auf die Welt einzulassen – auch auf das, womit man nicht einverstanden ist – und eröffnet neue Perspektiven sowie gemeinsame Wege.
Die musikalischen Beiträge von Tinkara Zupan, Tony Wagner und weiteren Künstler:innen werden ergänzt durch eine künstlerische Intervention der Bildhauerin Toni Schmale. Zwischen Wald und Komponierhäuschen schafft sie einen relationalen Raum, in dem die Schmale Flasche, inspiriert vom mathematischen Paradox der Kleinschen Flasche, als Modell des in-Beziehung-Seins dient – zwischen Körpern, Räumen, Zeiten und Bedeutungen. Die Skulptur macht erfahrbar, wie das Paradoxe und Unfassbare greifbar wird und wie wir gleichzeitig nach Klarheit streben.
Die Veranstaltung zeigt, welche Kraft im Zuhören steckt: Es ermöglicht, Verbindungen zu spüren, Dialoge zu öffnen und gemeinsam neue Perspektiven zu entdecken.
Auftraggeber: Verein Mahler Forum für Musik und Gesellschaft, Klagenfurt/Celovec
Idee & Konzept: Morten Solvik, Felicitas Thun-Hohenstein
Künstlerische Intervention: Toni Schmale, Wally Salner, Tony Wagner
Kompositionsauftrag: Tinkara Zupan
Musiker:innen: Ivan Beaufils, Ensemble des Alma Mahler Musikvereins unter der Leitung von Alja Klemenc
Impulsgeber:innen: Iris Dankemeyer, Martin Mettin, Morten Solvik, Felicitas Thun-Hohenstein
Grafik: sensomatic
Medienproduktion: boxquadrat
Presse: Isabella Schöndorfer – WÖRTERSEE PR- & Textstudio
Übersetzung und Lektorat: Kristina Sluga (Slowenisch), Janko Trupej (Slowenisch), Brigitte Willinger (Deutsch/Englisch)
Partner:innen: Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport, Gustav Mahler Privatuniversität für Musik, Kelag, Land Kärnten, Stadt Klagenfurt, Tectus, Tourismus Region Klagenfurt am Wörthersee
Forum: 13. und 14. Juni 2025, Künstlerhaus und Komponierhäuschen Maiernigg
Intervention beim Komponierhäuschen Maiernigg: Tony Schmale, Schmales Flasche, von Juni bis Oktober 2025
14. bis 16. Oktober 2026
Bei den österreichischen Museumstagen in Eisenstadt hält Andreas Krištof am Donnerstag, den 15.10., die ICOM-Keynote „Wie Museen erzählen (können)“. Anhand von zwei Kärntner Ausstellungsbeispielen zeigt er auf, wie Vielstimmigkeit nicht als Ziel, sondern als Ausgangspunkt einer Debatte verstanden werden kann.
Seine Keynote plädiert für gesellschaftliche Verantwortung statt vermeintlicher Neutralität. Museen sollen historische Fakten klar benennen und Räume öffnen, um anderen das Erzählen zu ermöglichen.
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11. Februar bis 08. November 2026
Literatur ist mehr als nur Text. Sie ist ein sozialer Raum, ein Ort der Aushandlung, der Erinnerung und der Imagination. Sie entsteht im Schreiben, entfaltet sich im Lesen und gewinnt ihre gesellschaftliche Relevanz im Teilen, Diskutieren und Erfahren.
Vor diesem Hintergrund kuratieren wir gemeinsam mit dem Fachbeirat des Kulturgremiums ein Schwerpunktjahr, das sich nicht als singuläres Event versteht, sondern als strukturgebender Prozess, der bestehende Praktiken sichtbar macht, vernetzt und nachhaltig stärkt.
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09. Mai bis 22. November 2026
Für den Österreichischen Pavillon führt die Performance-Künstlerin Florentina Holzinger ihre Recherche zum Element Wasser weiter und setzt diese zusammen mit der Kuratorin Nora-Swantje Almes erstmals als Inszenierung im Ausstellungsraum um. Wie stets bei Florentina Holzinger steht ein feministischer Zugang zu den Motiven im Mittelpunkt.
Auch für Venedig erforscht sie verschiedene Modi weiblicher Repräsentation und das Potenzial weiblicher Körperlichkeit, indem sie ständig an deren Erweiterung und der Entdeckung neuer Möglichkeiten arbeitet.
10. und 11. Juli 2026
In diesem Jahr widmen wir uns der Improvisation - als künstlerische Praxis, als Form des Denkens, als Haltung gegenüber Unvorhersehbarem. Improvisation beginnt dort, wo nicht alles festgelegt ist: in der künstlerischen Intuition, in der BEreitschaft zu reagieren, im Vertrauen audf das, was entsteht. Sie öffnet Räume für das Unerwartete.
Am Freitag feiert Uno Stravagante Rituale von Marco Sau Welturaufführung, gefolgt von einem Gespräch rund um Kunst, Religion und Demokratie und einer Mitmach-Improvisation. Am Samstag wird das Gustav-Mahler-Komponierhäuschen mit Carola Dertnigs Symphony in Nylon und Musik von Susanna Gartmayer zur Bühne zeitgenössischer Kunst.
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